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Ein Reinigungs- und Desinfektionsgerät pro Patientenzimmer: Ein Mehr an Hygiene und ein Plus für das Pflegepersonal

Es ist das wichtigste Detail und es steht eigentlich in einem Nebensatz in den Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus. Zum Punkt „13.5 Unreiner Pflegearbeitsraum“ lautet er: „Unreine Pflegearbeitsräume finden sich in fast allen Bereichen des Krankenhauses. Diese sind ausschließlich ihrer Zweckbestimmung gemäß zu nutzen, da von hier aus die Gefahr der Keimverschleppung besonders groß ist.“

In der Tat: Der Pflegearbeitsraum ist tatsächlich auf den Stationen der Krankenhäuser und Altenpflegeheime die „Destination No. 1“ für die Pflegeutensilien mit der „Keimbelastung No. 1“: Steckbecken, Urinflaschen, Stuhleimer und Nierenschalen.
Meist wird die Gefahr, die von Patientengeschirren ausgehen kann, unterschätzt. Selten wird in diesem Kontext mit einem extra Budget bei Neubau oder Sanierung geplant. Dass Qualität allerdings genau dort entsteht, wo man meint, Wirtschaftlichkeit erzeugen zu können, beweist das Marienhospital in Stuttgart. Die Klinik in frei-gemeinnütziger Trägerschaft  führt 761 Betten und verfügt über eine Vielzahl an Reinigungs- und Desinfektionsgeräte bzw. Steckbeckenspüler. Gemeinhin befindet sich ein solches Gerät in deutschen Kliniken und Pflegeheimen in einem Pflegearbeitsraum auf einer Station. „Seit mehr als 30 Jahren haben wir praktisch für jedes Zimmer ein Reinigungs- und Desinfektionsgerät. Das sichert einerseits unseren Hygienestandard, andererseits ist diese Maßnahme der Arbeitserleichterung unserer Pflegekräfte geschuldet. Wir versuchen, die Wege in der Arbeit so kurz als möglich zu halten. Ein volles Steckbecken über einen Krankenhausflur zu tragen, erscheint uns als nicht besonders sinnvoll“, erklärt Rainer Friedmann. Der Diplom-Ingenieur und Architekt ist bei den Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH, dem Träger des Marienhospitals, als Bereichsleiter für Bau, Technik und Medizintechnik verantwortlich. Dass einem Zweibettzimmer seit 30 Jahren ein Steckbeckenspüler, der meist in die Patiententoilette integriert ist, zugeordnet wird, sieht er durchaus auch historisch begründet: „Wir sind ein Haus, dessen Wurzeln in der Pflege kranker Menschen liegen, und lange Jahre lief die Pflegedienstleitung unter der Regie der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul. Dass unsere Pflegekräfte nicht mit einem vollen Steckbecken über den Flur gehen müssen, verbessert die Arbeitsbedingungen eindeutig – und sicherlich auch die Arbeitssicherheit“, so Rainer Friedmann.

Dass der Trend eindeutig in Richtung patientenbezogener Lösung bei der Anschaffung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten geht, bestätigt auch Markus Braun, Prokurist und Vertriebsleiter der Firma Meiko in Offenburg: „Wir können auf unterschiedlichste Anforderungen weltweit flexibel eingehen. Als Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten und im Grunde als Komplettausstatter von Pflegearbeitsräumen sind wir mit den kulturellen Unterschieden bei der Beseitigung von Patientenausscheidungen bestens vertraut“, so Braun. Aus diesem Grund habe man sich bei Meiko auch dafür entschieden, den Kunden nicht nur alleine die Geräte, sondern auch Planung, Ablaufverrohrung und auf Wunsch ganze Module für Patiententoiletten und natürlich auch für die Pflegearbeitsräume anzubieten.

Eine Maßanfertigung, um Steckbeckenspüler im Patientenbadezimmer zu integrieren, entwickelte Meiko unter anderem auch für die Kinderklinik des Inselspitals in Bern. Auf der dortigen neurologischen Station der Universitätsklinik in der Schweizer Hauptstadt sind die Steckbeckenspüler, so genannte „WC 30“ Modelle, zusammen mit Patiententoilette und sogar Handwaschbecken modular vorbereitet und dann eingebaut. Dazu Christian Walther, der am Inselspital die Abteilung für den Bereich Technik und Sicherheit leitet: „Wir waren hier auf eine Maßanfertigung durch Meiko angewiesen. Für uns bedeutete dies seitens der Baulogistik die höchstmögliche Reduktion unseres Aufwands.“ Bei dem deutschen Traditionsunternehmen wurden jeweils Rahmenkonstruktionen aus Edelstahl für den Einbau von Steckbeckenspülern, Handwaschbecken und WC vorgefertigt. Diese Module wurden mit einer kompletten Sanitärverrohrung geliefert, so dass sie beim Einbau nur noch an die bauseitigen Steigzonen angeschlossen werden mussten.

Am Inselspital hat man den Bereich des Pflegearbeitsraums auf der Isolierstation der Kinderklinik aber noch ganz anders genutzt. „Wir sind das einzige Haus mit einer universitären Kindernotfallambulanz im gesamten Kanton Bern“, erklärt Christian Walther. Die Behandlung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher ist hier an der Tagesordnung. „Wir haben uns beispielsweise auf der Isolierstation in der Kinderklinik dafür entschieden, jedem Zimmer einen Pflegearbeitsraum zuzuordnen, der gleichzeitig als Schleuse fungiert.“ So hat jedes Isolierzimmer einen Zugang über den Flur und zusätzlich einen über einen Pflegearbeitsraum. Wird hier ein Kind mit einer ansteckenden Krankheit untergebracht, wird die Schleuse aktiviert und ein Unterdruck erzeugt, der verhindert, dass Krankheitserreger aus dem Patientenzimmer gelangen. Bei immungeschwächten kleinen Patienten wiederum wird ein Überdruck erzeugt, der die schwer kranken Kinder davor schützt, sich mit Viren oder Bakterien von außen zu infizieren.“

Eine völlig andere Risikogruppe wird in den Kliniken durch die demografische Entwicklung geschaffen: hochbetagte, polymorbide Menschen, bei denen die Verkürzung der Spitalaufenthaltsdauer nicht über eine noch größere Effizienzsteigerung funktioniert. Vielmehr kommt gerade bei dieser Patientengruppe der ökonomische Aspekt einer besseren Krankenhaushygiene zum Tragen. Dr. Annette Busley, Fachgebietsleiterin stationäre Versorgung beim Medizinischen Dienst des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) meinte beim BVMed Hygieneforum Ende 2012 in Berlin: „Die Folgekosten nosokomialer Infektionen sind enorm. Patienten mit nosokomialen Infektionen liegen durchschnittlich sieben Tage länger im Krankenhaus. Außerdem erhöht sich der pflegerische Aufwand um den Faktor 1,8 bis 3 im Vergleich zu nicht betroffenen Patienten.“

Insbesondere Erreger wie Clostridium difficile gehören zu jenen, die vornehmlich Patienten jenseits des 60. Lebensjahres erkranken lassen. Da es sich hierbei um eine schwere und vor allen Dingen hoch infektiöse Durchfallerkrankung handelt, stellen das Steckbecken bzw. der Stuhleimer gerade bei Patienten mit fortgeschrittenem Alter einen neuralgischen Punkt in der Infektionskette dar. Dazu Markus Braun: „Der Umgang mit menschlichen Ausscheidungen zeichnet sich immer durch eine hohe Konzentration an Bio-Burden aus. Ihre nicht korrekte Handhabung kann zu Infektionen bei Personal und Bewohnern führen. Der Einsatz von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten für Behälter, die menschliche Ausscheidungen aufnehmen, minimieren dieses Risiko erheblich. Und werden die Geräte patientenbezogen eingesetzt, senkt man das Risiko weiter.“

Doch es ist nicht nur der Clostridium difficile, den die Autoren Thomas Schneider, Tim Eckmanns und Ralf Ignatius im Deutschen Ärzteblatt als „zunehmendes klinisches Problem“ bezeichneten und zu dessen Prävention sie dringend auf die Reinigung der Umgebung verweisen – auch aufgrund seiner fäkal-oralen Übertragbarkeit. Nosokomiale Infektionen im allgemeinen können in direktem Zusammenhang mit nicht sachgemäß verwendeten und aufbereiteten Steckbecken stehen. Markus Braun: „Das von den Meiko Geräten angewandte Desinfektionsverfahren übertrifft den Standard der von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) und beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten gefordert wird.“