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    The clean solution

    Brainfood für die Zukunft.

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    Zum 29. Mal veranstaltete der deutsche Fachverlag im Congress Park Hanau das Internationale Management Forum (IMF) für die Gemeinschaftsverpflegung. Zu Beginn lieferte Burkhard Schmid, Branchenexperte und Chefredakteur des Fachmagazins gv-praxis, den über 300 Teilnehmern beeindruckende Zahlen: 80,8 Milliarden Euro (brutto ohne Care) werden von den Deutschen in der Außer-Haus-Verpflegung ausgegeben. Um diese Umsatzgrößen beizubehalten, müssen sich auch die Betriebsverpfleger künftig auf die Trends der Zukunft einstellen: Flexible Arbeitszeitmodelle und mobile Arbeitsplätze (Co-Working)schaffen veränderte Essenszeiten und Mahlzeitenstrukturen, Snacking und Take away gewinnen dabei noch mehr an Bedeutung. Die Gäste wünschen sich ein noch gesünderes und nachhaltigeres Angebot und alles soll am Ende noch individueller werden - der Gast will schließlich essen wann er Zeit, Lust und Hunger dazu hat.
    Simon Kuhn, geschäftsführender Gesellschafter von K&P Consulting Düsseldorf, benennt die Zukunft in einem Satz: „Das Betriebsrestaurant ist künftig das Wohnzimmer des Unternehmens“. Darin spielt auch die Inneneinrichtung eine wichtige Rolle. Eine durchgestylte Lounge und mehr Raum für Kommunikationsbereiche sollen dabei eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Hans Rudolf Eggenkamper von Axa Köln präsentierte sein Workplace-Konzept: „Einfach keine Krawatte tragen und sich duzen, bringt keine neue Arbeitskultur. Essen im Axa-Betriebsrestaurant heißt Freude, Lifestyle, Genuss und Business zusammen zu bringen“. Im neuen Verpflegungskonzept sind Mitarbeiterwünsche, Gesundheitsmanagement, Herstellungsverfahren, Überproduktion (Reste), Teambuilding, 24/7-Service, Foodsharing, Kaffeebar, Marktplatz und Kultur berücksichtigt worden.
    Gründer und Geschäftsführer von Alnatura Darmstadt, Prof. Dr. Götz Rehn legte besonderes Gewicht auf die Verantwortung die jeder Mensch selbst tragen müsse. „Es ist doch vernünftiger, das Wasser nicht erst mit Glyphosat zu verunreinigen, anstelle es nachträglich aufwendig und für die Gesellschaft kostenintensiv zu reinigen“. Sein Plädoyer: „Nutzt alle Bio. Es hat nur Vorteile – für den Klimaschutz, für den Artenschutz und für die Umwelt“.
    Highlight der Veranstaltung war die Verleihung des Marketing-Awards für die Gemeinschaftsgastronomie 2019. In der Kategorie „beste Aktionsidee“ kam das Studierendenwerk Frankfurt auf Platz eins mit dem Thema „Du bist dran, mach dir deine Mensa“. Klüh Catering erreichte Silber mit „Endlich Urlaub! Die Kreuzfahrthäfen dieser Welt! Und Aramark erhielt mit „Frisch aufgeweckt – fermentiertes Gemüse“ Bronze.
    In der Kategorie „Beste Konzeptidee“ wurde MAN Energy Solutions mit Gold ausgezeichnet. Das Konzept „MAN ES FOODVERSITY“ soll mehr Nachhaltigkeit in die Küche bringen. Mehr Nachhaltigkeit im Sinne der Produktion der Lebensmittel. Das eigene MAN Pfandsystem für Geschirrschalen und Mehrwegbecher, die im Unternehmen eingesetzt werden, ist der Beweis, dass das Thema im Unternehmen stark gelebt wird.
    Sodexo Services kam auf Platz zwei mit „Gusto Rigolo“, einem Konzept für das Schulcatering, bei dem die Gäste – nämlich die Kinder – mit einbezogen werden. Bronze gab es für die KFW Bankengruppe für „Good food – ausgewogen und lecker“. Im Fokus stand dabei die neue Interpretation klassischer Gerichte, die Mitarbeiter können sich an der Kreation der Rezepte beteiligen. Gesundheits-und Ernährungspsychologe Prof. Dr. Christoph Klotter sieht die Ernährung heute für viele Menschen als "Religionsersatz" und hielt an, auch die Marketing-Ideen wie "Superfood" mit dem richtigen Maß zu betreiben. "Essen muss eine Pause sein, das "Nebenher" ist einfach Gift." Dem "To go" Trend kann man daher nichts positives abgewinnen.Besonders wichtig sei es auch, bereits Kinder früh mit in die Zubereitung von Essen einzubeziehen, dann hätten sie gute Chancen sich als Erwachsene ausgewogen zu ernähren. Er betont auch die Bedeutung einer personalisierten Bindung zum Koch. Dieser solle raus und den Gästen erzählen, was er anbietet.